Wie tief darf der Formschnitt an Buchs und Liguster gehen

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Wie tief darf der Formschnitt an Buchs und Liguster gehen

Wenn Sie Buchs oder Liguster als formschöne Hecke oder Kugel gestalten möchten, ist die Frage nach der richtigen Schnitttiefe entscheidend für die Gesundheit der Pflanzen. Grundsätzlich gilt: Sie dürfen immer nur bis in das grüne, beblätterte Holz zurückschneiden, niemals bis in das alte, kahlen Holz hinein. Bei Buchs liegt die magische Grenze bei etwa zwei bis drei Zentimetern über dem Vorjahresaustrieb, denn aus dem mehrjährigen, braunen Holz treibt er nur sehr zögerlich oder gar nicht wieder aus. Liguster hingegen ist deutlich toleranter und treibt selbst aus älteren, scheinbar toten Bereichen zuverlässig wieder aus, sodass Sie hier auch radikalere Rückschnitte bis auf zehn Zentimeter über dem Boden wagen können, ohne dass die Pflanze eingeht. Dennoch sollten Sie auch beim Liguster nicht alles auf einmal entfernen, sondern über mehrere Jahre verteilt verjüngen, wenn Sie stark zurückschneiden müssen, denn ein kompletter Kahlschlag schwächt die Wurzelbasis unnötig, selbst wenn die Pflanze es überleben würde.

Für den alltäglichen Formschnitt, der meist zwischen Mai und August durchgeführt wird, bedeutet dies konkret, dass Sie bei beiden Gehölzen nur die neuen, weichen Triebe um ein Drittel bis zur Hälfte einkürzen sollten. Bei einer formschönen, dichten Hecke ist es wichtiger, häufiger, aber dafür behutsamer zu schneiden, als selten und tief – so bleibt die natürliche Schutzschicht aus Blättern erhalten, die das Innere vor Sonnenbrand und Austrocknung bewahrt. Wenn Sie also eine alte, vernachlässigte Hecke wieder in Form bringen möchten, ist Geduld gefragt: Schneiden Sie beim Buchs niemals tiefer als bis zu den letzten verbliebenen Blattansätzen, und setzen Sie beim Liguster einen Rückschnitt auf etwa 30 bis 50 Zentimeter über dem Boden im zeitigen Frühjahr an, bevor der Neuaustrieb beginnt. Denken Sie immer daran, dass Sie bei diesen sogenannten Verjüngungsschnitten die Pflanze zu neuem Austrieb anregen, indem Sie über einer schlafenden Knospe schneiden – aber nur dort, wo noch Rinde und Holz vital sind.  Kaiserschnitt-goettingen  auf eine Pilzerkrankung achten, die durch tiefe Wunden begünstigt wird, und deshalb immer mit scharfem, desinfiziertem Werkzeug arbeiten.


Praktisch heißt das für Ihre Gartengestaltung mit diesen klassischen ziergehölze schneiden: Behalten Sie während der gesamten Saison die Oberseite der Hecke oder Form im Auge, denn dort wächst es am schnellsten und treibt am stärksten aus. Wenn Sie eine schräge oder runde Form schneiden, arbeiten Sie von unten nach oben, und entfernen Sie nie mehr als ein Drittel der gesamten Blattmasse pro Schnittgang, selbst wenn Sie ziergehölze schneiden, die sehr schnittverträglich wie der Liguster sind. Für den tiefen Rückschnitt im Herbst gilt: Schneiden Sie nicht später als Ende September, damit die Wunden vor dem Frost verheilen können, und verzichten Sie bei großer Hitze oder Frost auf jeden Schnitt, da die Pflanzen dann besonders stressanfällig sind. Wenn Sie diese Regeln beherzigen und regelmäßig, aber mit Fingerspitzengefühl ziergehölze schneiden, belohnen Sie Buchs und Liguster mit dichtem, gesundem Wuchs, der auch radikalere Eingriffe im Abstand von mehreren Jahren problemlos verzeiht – der Schlüssel liegt allein darin, nie das lebende Gewebe unter der Rinde zu verletzen, sondern immer nur die Triebspitzen zu kürzen, bis die gewünschte Größe erreicht ist.